Clan of Vitality
  Terrarien und Einrichtung
 

Art des Terrariums:

Vollglasaquarien mit Gitterdeckel oben:
Vorteile:
Durch die grosse Öffnung funktioniert Luft- und Wärmezirkulation gut.
Einstreu kann hoch aufgefüllt werden, ohne Gefahr das einem diese beim öffnen des Deckels entgegenkommt.
Am Gitterdeckel lassen sich viele Einrichtungsgegenstände (wie Brücken, Laufräder, Wasserflaschen etc) anbringen.
Das Reinigen ist einfach, da man den Deckel oben komplett entfernen kann.

Nachteile:
Alles was von oben kommt, bedeutet für Rennmäuse erstmals Gefahr. Deshalb dauert es bei dieser Art des Käfigs etwas länger bis sie handzahm werden. Rennmäuse sind aber sehr intelligent und lernen schnell, weshalb sie auch lernen, dass die Hand, auch wenn sie von oben kommt, keine Gefahr darstellt.



Terrarien mit Schiebetür vorne:
Vorteile:
Bei dieser Art Käfig nähert man sich der Maus auf der selben Höhe, deshalb werden sie so schneller zutraulich.
Schiebetürbecken gibts inzwischen auch viel in OSB-Holz oder anderen Materialien, welche nur von vorne einsehbar sind. In denen fühlen sich die Tiere sehr wohl, da sie sich viel geschützter fühlen. So sind sie viel entspannter und werden noch zutraulicher.

Nachteile:
Oft hat es zu wenig Öffnungen für die Luftzufuhr, so funktioniert die Luftzirkulation nur mässig und bei Wärme kann sich diese schon mal im Terrarium stauen.
Einrichtungsgegenstände wie zum Beispiel Brücken lassen sich nur schwer befestigen.
Standartschiebetürterris haben oft grosse Schiebetüren und nur einen kleinen geschlossen Teil unten. So dass man nur wenig einstreuen kann, ohne dass einem das ganze Stroh beim Öffnen entgegen kommt.

Diese Punkte kann man zum Teil verringern oder ganz beseitigen, indem man sich ein solches Schiebetürterrarium mit speziellen Massen und Belüftungen anfertigen lässt oder Nachbessererungen vornimmt.



Gitterkäfige:
Gitterkäfige sind für die Rennmaushaltung völlig ungeeignet und auf keinen Fall zu empfehlen. Deshalb gehe ich darauf auch nicht näher ein.



Terrariumgrösse:

Da Rennmäuse in grösseren Gruppen nicht stabil sind und es zu Revierstreitereien kommen kann, spielt die Terrariumgrösse eine sehr wichtige Rolle, da ein zu grosses Becken diese Streitereien begünstigen kann. 
Nach der neuen Tierschutzverordnung vom 1. September 2008 gilt, dass die Renner eine Fläche von 0,5qm zur Verfügung haben müssen, dies entspricht einem Standartterrarium von 1 Meter länger und 50cm breite.

Anzahl der Rennmäuse Terrariumgrösse
   
2 Rennmäuse mindestens ein Standartbecken mit den Massen 100x50x50cm. Bei zwei Rennmäusen ist dann nach oben hin alles offen, da dort die Gefahr von Revierstreitereien sehr gering sind.
3-4 Rennmäuse Mindestens ein Standartterrarium mit den Massen 100x50x50cm, maximal eines mit 150x60x60cm, falls die Tiere sich grössere Flächen von der Aufzucht her gewohnt sind. Wegen Gefahr von Revierstreitereien sollte es nicht grösser sein. Ein zweites Terrarium sollte im Fall von auftretenden Streiterein zugelegt werden können, da die Tiere dann sofort getrennt werden müssen.
5 Rennmäuse
Mindestens ein 120x50x50cm Terrarium, maximal eines mit 150x60x60cm, falls die Tiere sich grössere Flächen von der Aufzucht her gewohnt sind. Allerdings ist diese Gruppengrösse, nur an erfahrene Rennmaushalter zu empfehlen, da eine Gruppe von 5 Rennern selten stabil sind und es früher oder später meist zu Streitereien kommt.
Ein zweites und drittes Terrarium sollte im Fall von auftretenden Streiterein zugelegt werden können, da die Tiere dann sofort getrennt werden müssen.

 


Einrichtung und Zubehör:

Bei der Einrichtung des Rennmauszuhauses sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. 
Es gibt dabei nur folgende Punkte zu beachten: 
- Es darf keine Verletzungsgefahr für die Tiere bestehen. 
- Plastiksachen haben im Terri nichts verloren, (diese können zu schweren Verletzungen führen, da angenagte Stellen sehr scharfkantig sein können, zudem können Giftstoffe drin sein, welche die Tiere beim zernagen aufnehmen können).
- Es sollte alles dem Wohle der Renner dienen.

Folgende Tabelle zeigt einige Möglichkeiten für Einrichtungsgegenstände in einem Mäuseheim und sie zeigt auch welche Sachen Pflicht sind und warum.

Gegenstand Foto                                                                                 Erklärung
     
Einstreu   Ist Pflicht.
Die Einstreu sollte schon 20cm hoch sein. Die Rennern buddeln gerne und bauen Höhlen und Gänge. Als Grundeinstreu kann Hobelspäne oder Hanfstroh verwendet werden. Als Zusatz grobes Stroh geben, da dieses zum Bauen des Nestes dient und auch zur Stabilisation der Höhlen und Gänge. Ausserdem zerkleinern sie das grobe Stroh und sind so einige Zeit beschäftigt.
Wasserflasche oder Wasserschale   Ist Pflicht in einem Rennerheim. 
Wasser muss ständig zur Verfügung stehen, vor allem an heissen Tagen benötigen die Tiere ausreichend Flüssigkeit.
Futternapf   Ist überflüssig.
Zu empfehlen ist das Futter zu streuen, dies hat den Vorteil, dass die Tiere beschäftigt sind mit der Futtersuche wie in der freien Natur.
Futternäpfe machen dann Sinn, wenn ein Tier krank ist und schlecht frisst. So hat man mit Hilfe des Futternapfes die Überischt, ob das Tier gefressen hat. Aber sonst sollte darauf verzichtet werden.
Häuschen & Verstecke

Ist Pflicht in einem Mäuseheim. 
Rennmäuse brauchen genügend Versteckmöglichkeiten. Mit verschiedenen Häuschen, umgekippten Blumentöpfen oder Vasen etc. kann den Mäusen schöne Verstecke geboten werden. Dabei immer beachten, dass die Gegenstände sicher platziert sind und eine Maus sich nicht daran verletzen kann. Es sollte zudem immer mindestens so viele Verstecke geben, wie Tiere im Becken wohnen, denn beim Fressen ist sich jedes Tier selbst das Nächste

Sandbad Ist Pflicht in einem Mäuseheim. 
Die Rennmäuse brauchen das regelmässige Sandbad zur Reinigung des Felles und zur Regelung des Temperaturhaushalts. Dazu kann eine Schale, grosses Glas (Bonbonglas), Blumentopf etc. verwendet werden. In die Schale kommt spezieller Chinchillasand oder sonstigen speziellen Badesand für Nager. (Kein Vogelsand verwenden, da er dem Fell eher schadet, als nützt).
Das Sandbad wird von den Rennmäusen auch gerne als WC benutzt.
zweite Etage Ist auf jeden Fall zu empfehlen. 
Auf der zweiten Etage kann Wasserschale, Sandbad, Häuschen etc. sicher plazieret werden. Ansonsten werden diese andauernd eingebuddelt und auf einen Strohberg darf man die Gegenstände nicht stellen, da sie diese dann untergraben und davon erdrückt werden könnten.
Wurzel Empfehlenswert.
Mit einer Wurzel kann bei der Einrichtung in die Höhe gegangen werden. Die Renner können so klettern und können sich zwischen den Geästen im Untergrund verstecken.
Ausserdem werden beim Klettern die Krallen abgenutzt und beim Nagen daran auch die Zähne.
Wichtig ist, dass die Wurzel sicher platziert wird, damit sie nicht umfallen können und die Renner, wenns dumm geht, erschlagen.
Korkröhren Freiwillig.
Mit Korkröhren kann das Mäuseheim interessanter gestalltet werden. Diese können zum Verstecken dienen oder richtig platziert auch als "Treppe" auf die zweite Etage genutzt werden. Die Korkröhren werden auch gerne zerrnagt und dienen so auch der Beschäftigung der Tiere.
Laufrad   Freiwillig.
Wichtig ist, dass ein Laufrad benutzt wird, bei dem keine Gefahr von Verletzungen (vor allem das Einklemmen der Füsse und Schwänze durch einen Schereneffekt) besteht. Es darf kein Laufrad mit Gitterstäben sein. Am besten sind geschlossene Laufräder. Der Durchmesser muss mindestens 27cm sein, da sonst Probleme mit dem Rücken entstehen können und die Maus sonst einen unnatürlichen Bewegung nachgehen muss, nämlich vorne aufwärts laufen und hintern gleichzeitig abwärts.

Brücken und Schaukeln Freiwillig.
Diese werden gerne als Ausguck benutzt. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Hängebrücken, wenn es heiss ist, gerne zum Schlafen genutzt werden, da es dort etwas kühler ist als im Stroh.
Wichtig ist, dass sie gut befestigt sind und keine Gefahr darstellen.
grösserer Stein Freiwillig.
Ein Stein im Terrarium hilft die Krallen der Renner abzunutzen, wenn sie darüber klettern. Gut platziert (z.B. nah an der Glasscheibe) kann er auch als Versteck dienen. Steine unbedingt auf dem Boden platzieren und nicht auf dem Stroh, ansonsten werden die Tiere beim Untergraben davon erdrückt.

WC-Papier, Haushaltspapier, Papiertaschentücher   Empfehlenswert.
Ungefärbtes WC-Papier, Hausaltspapier und Papiertaschentücher kann regelmässig gegegeben werden, diese werden dann zerkleinert und zum Auspolstern des Nestes verwendet. Es dient auch zur Beschäftigung.

WC-Röllchen Empfehlenswert.
Diese werden gerne zerkleinert und dienen so der Beschäftigung der Rennmäuse.
Die kleinen Rollen wie z.B. von Alufolien dürfen nicht gegeben werden; in denen könnten sie stecken bleiben und ersticken.


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