Clan of Vitality
  Ernährung
 

Hauptfutter:
Da Rennmäuse aus kargen Wüsten und Steppengebieten stammen, ist ihre Ernährung in freier Wildbahn ebenfalls eher karg und besteht aus verschiedenen Samen, Gräsern und Insekten.
Als Hauptfutter brauchen Rennmäuse daher verschiedene Körnchen und Sämereien.
Zusammensetzung sollte ungefähr wie folgt aussehen:

50% Mehlsaaten
wie z.B.:
Hirse (Japan-, Silber-, roter-, grüner-, weisser-, Manna-, Senegal-),
Kanariensaat, Buchweizen, Gerste, Weizen, Paddyreis, Quinoa, Hafer, Dinkel, etc.

20% Grassamen
wie z.B.:
Knaulgrassamen, Raygrassamen, Rispengrassamen etc.

30% Ölsaaten
wie z.B.:
Negersaat, Leinsamen, Hanfsamen, Perilla hell, Kardisaat, Sesamsamen, Dotterlein, etc.

ergänzt
werden die Sämereien mit Insekten, Kräutern und Blüten.

Die meisten Zoofachhandel bieten leider kein gutes  Fertigfutter für Rennmäuse. Meist sind darin Pellets, Extrudate oder Puffgetreide enthalten. Diese haben mit der natürlichen gesunden Ernährung der Nager gar nichts zu tun. Dafür fehlen darin die wichtigsten Bestandteile der Rennmausernährung wie verschiedene Hirsesorten, Kanariensaat (auch Spitzsaat genannt), Grassamen, getrocknete Insekten und andere.

Das einzige gute Futter, dass man in der Schweiz kaufen kann, gibt es beim Samtpfötlishop, dieses ist perfekt auf die Bedürfnisse der Fellnasen abgestimmt. Die Bestandteile der Mischung sind fast die gleichen, wie die der Mischung, die meine Tiere erhalten.
Viele weitere Infos zu diesem Futter und der nagergerechten Ernährung sind auf der Homepage zu finden: http://www.samtpfoetli-shop.ch/

Jede Rennmaus benötigt pro Tag einen guten Kaffeelöffel dieses Körnchenfutters.



Zusatzfutter:
Zusätze sind verschiedene Sachen, die den Rennern als kleine Abwechslung ab und zu zusätzlich zum Hauptfutter gegeben werden können. Einige dieser Sachen werden von den Tieren auch gerne als Leckereien direkt aus der Hand genommen. Diese Zusätze können sein:

- Kolbenhirse
- Dari am Halm
- Hirse an der Rispe
- Haferflocken
- Trockengemüse extra für Nager
- Trockenkräuter extra für Nager
- getrocknete Blüten extra für Nager
- grüner Hafer
- Heu (gibt es inzwischen mit vielen Zusätzen, wie Brennessel, Kamille, Alpenkräuter etc. es bietet Abwechslung und wird gerne angenommen
- Weizenähren
- Haferrispen
- Maiskolben aus dem Fachhandel extra für Nager
- Löwenzahnwurzel




Grünfutter:
Frischkost darf den Rennern angeboten werden. Wichtig ist, dass davon nicht zu viel auf einmal gegeben wird, da es sonst zu Durchfall kommen kann. Da die Wildlebenden in ihrer Heimat keine Firschkost kennen (Steppengebiet), ist der Körper nicht darauf eingestellt solche Frischkost zu verarbeiten, das trifft auch auf unsere Heimmongolen zu, daher wirklich sorgsam damit umgehen.
Nicht gefressenes Grünfutter muss umbedingt aus dem Terrarium entfernt werden, da es sosnt schimmelt.

Folgende Frischkost dürfen die Renner haben:
- Katzengras (sehr zu empfehlen, da es dem natürlichem Ernährungsplan am nächsten kommt, zudem verwandelt sich nicht gefressenes Gras zu Heu und muss dadurch nicht entfernt werden).
- Gräser & Kräuter: Rispenkras, Knaulgras, Raygras, Petersilie, Basilikum, Brennessel, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Löwenzahn, Majoran, Thymian, Oregano, Pfefferminze, Zitronenmelisse etc. selber Vorteil wie beim Katzengras. Da bitte darauf achten, wo ihr sammelt, darf nicht gespritzt sein oder an Orten wo viel anderes Getier lebt und es somit von Kot oder deren Parasiten verunreinigt ist...).
- Fenchel
- Karotten
- Gurke
- Tomate (kein Mark)
- Chicorée
- Endivie
- Eisbergsalat
- Broccoli
- Peperoni
- Pastinake
- Blattspinat
- Zucchetti




Folgende Sachen sind für Rennmäuse verboten:


Kopfsalat (wegen Nitrat)
Römersalat
Eichblattsalat
Hülsenfrüchte
Sauerampfer
Bohnen
Kartoffeln
Rhabarber
Kohl jeglicher Art
Avocados
Zitrusfrüchte jeglicher Art
Eicheln
Mandeln
Käse
Fleisch jeglicher Art
Süssigkeiten jeglicher Art
gewürzte/gesalzene Sachen jeglicher Art
auch auf Früchte sollte verzichtet werden, da die Tiere den Fruchtzucker nur schlecht verarbeiten können.




Leckerbissen:
Leckerlis können die Mausis direkt aus der Hand haben. Dabei aber nicht übertreiben, da die meisten Sachen dickmacher sind. Oft enthalten die Futtermischungen schon viele dieser Dickmacher. Tip: aus dem Futter rauslesen und dann als Leckerlis aus der Hand geben

- Sonnenblumenkerne
- Kürbiskerne
- Gurkenkerne
- Mungobohnen
- Erdnüsse
- Haselnüsse
- Pinienkerne





Holz:
Um den Nagetrieb der Renner zu stillen, sind Äste genaus das Richtige. Die Zweige dürfen wenige Knospen und Blätter dran haben, diese werden gerne gefressen.
Die Zweige sollten immer frisch sein. Sie dürfen kein Moos daran haben oder von Orten sein wo Gift gespritzt wird (vor allem bei Obstbäumen). Vor dem Verfüttern gut waschen und Ungeziefer entfernen. Folgende Holz/Baumarten dürfen die Mäuse haben:
- Birken
- Haselnusssträucher
- Obstbäume
- Weiden




Eiweiss:
Um den Eiweissbedarf zu decken, können den Rennern folgende Sachen gegeben werden:
lebend:
Mehlwürmer
Maden
Grillen/Heimchen (Achtung entwischen durch die Gitterstäbe)
getrocknete Insekten:
Mehlwürmer
Maden
Gammarus
Grillen
Seidenraupenpuppen
Soldatenfliegenlarven

Wer Probleme mit den lebenden Tierchen hat, kann auch nur getrocknete Insekten geben.

Zu empfehlen ist, dem Hauptfutter getrocknete Insekten beizumischen. Rennmäuse sind nämlich keine Vegetarier und so haben sie das tierische Eiweiss ständig zur Verfügung.




Ungeeignete Angebote aus dem Fachhandel:
Beachtet bitte: Nicht alles was der Fachhandel anbietet, ist auch gut für die Tiere.
Einige Beispiele, die ich immer wieder mitbekomme, dass sie verfüttert werden oder die Verkäuferinnen dem Laien andrehen wollen:
- Vitamintropfen fürs Wasser  →diese können zu Durchfall führen und sind daher nicht anzubieten. Eine ausgewogene Körnchenmischung enthält bereits das Wichtigste an Vitaminen
-
Joghurtdrops  →enthalten Zucker, Zucker ist schädlich für Rennmäuse. Inzwischen weiss man auch, dass Zuckerstoffe die Tumorbildung negativ beeinflussen kann.
-
Körnchenstengel mit Honig  →ist wie schon bei den Joghurtdrops wegen des Zuckers nicht anzubieten.
- Mineraliensteine, Salzsteine, Nagersteine  →durch eine ausgewogene Körnchenmischung ist der Mineralbedarf gedeckt. Zusätzliche Mineralsteine können zum Überschuss führen, was für die Tiere gefährlich werden kann und bis zu Organversagen und somit dem Tod führen kann.




Im Grunde kann sich bei der Ernährung der Renner ein Vorbild an ihren wildlebenden Artgenossen genommen werden. Diese leben in kargen Steppengebieten und fressen dort hauptsächlich verschiedene Sämereien, Gräser, Wurzeln und Insekten. Der Verdauungstrakt ist auf diese karge Ernährung eingestellt und dies ist auch noch bei unseren Heimmongolen so. Also füttert so naturnah wie möglich und ihr habt gesunde gut ernährte Tiere.



                         



Fütterung meiner Tiere:

Für meine Tiere mische ich das Futter aus verschiedenen Saaten und Sämerein selber zusammen, so dass es eine ausgewogene Mischung nach natürlichem Vorbild ergibt. Dabei habe ich mich auch nach dem Futterkonzept von R.Sistermann gerichtet (http://www.rodent-info.net/futterkonzept.htm).
Zusammensetzung:
Kanariensaat, Japanhirse, Silberhirse, Hirse la Plata, Senegalhirse, rote Hirse, Mannahirse, Dari, Milokorn, Hafer, Kardisaat, Quinoa, Amaranth, Hanfsamen, Leinsamen, Perilla hell, Negersaat, Paddyreis, Buchweizen, Weizen, Gerste, Dinkel, div. Grassamen (u.a. Knaulgras, Raygras, Rispengras), Sesam, Dotterlein, Spinatsamen, Radieschensamen, Zichoriensamen, Basilikumsamen, Mariendistelsamen, Fenchelsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Erdnüsse, Gurkenkerne, Maiskörner, Bachflohkrebse, Mehlwürmer, Seidenraupenpuppen, Grillen, Maden, Soldatenfliegenlarven, Selleriewürfel, Pastinakenwürfel, Rote Beete Chips, Tomatenschips, Paprikachips, Karottenchips, Zucchini, Erbsenflocken, Ackerbohnenflocken, Brennesselblätter, Spitzwegerich, Melisse, Echinacea, Pfefferminze, grüner Hafer, Ringelblumenblüten, Sellerieblätter, Petersilienblätter, Johanniskraut, Hopfenblüten, Kamille und Kornblumenblüten

Als Zusatzfutter bekommen die Tiere regelmässig eine getrocknete Kräuter-Blütenmischung bestehend aus Hibiskusblüten, Kornblumen, Lavendel, Ringelblumeblüten, Rotkleeblüten, Brennesselblätter, Dillkraut, Erdbeerblätter, grüner Hafer, Kerbelstiele, Petersilienstiele, Melissenstiele, Selleriestiele, Löwenzahn und Spitzwegerich.

Zwischendruch gibt es
Kolbenhirse, Dari am Halm, Weizenähren, Haferrispen, Maiskolben, Sudangras, getrochnete Hagenbuttenfrüchte aus dem Fachhandel, Löwenzahnwurzeln und Katzengras, sowie Gräser und Kräuter (Rispengräser, Knaulgras, Raygras, Glatthafer, Spitzwegerich, Löwenzahn, Gänzeblümchen, Majoran, Thymian, Minze, Zitronenmelise etc.). Leckerlis, wie Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Gurkenkerne, Erdnüsse und Karottenschips gibt es direkt aus der Hand, damit auch die Jungtiere die Möglichkeit haben die Hand kennen zu lernen und mit positivem zu verknüpfen

 


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